Amazon macht auf YouTube: Amazon Video Direct

Amazon Video Direct

Mit Amazon Prime hat der weltgrößste Online-Händler viele Kunden, die auch das integrierte Videostreaming nutzen. Dieses Angebot wird bald noch umfangreicher, denn Amazon hat seine Videoplattform Amazon Video Direct vorgestellt, die ähnlich wie YouTube funktionieren soll.  Ob die beliebte Videoplattform nach 10 Jahren endlich Konkurrenz bekommt?

Videoschaffende die bei AVD mitmachen, können die produzierten Videos auf vielfältige Art monetarisieren. Möglich sind zum Beispiel Verleih, Provisionen auf vermittelte Einkäufe, Ansehdauer oder Abonnements. Auch Erlöse aus Anzeigenwerbung sollen möglich sein. Dabei behält Amazon vom Erlös 55% ab.

Amazon Video Direct

Mit der guten Beteiligung an den Einnahmen hofft Amazon natürlich darauf möglichst viele Produzenten anzulocken, die Ihre Inhalte auch oder nur auf AVD präsentieren. Ein weiterer Anreiz könnte ein Fonds sein, der auch schon bei den Kindle-Autoren und der Leihbücherer zum Einsatz kommt. Monatlich gibt es einen Fonds, der unterschiedlich hoch ausfällt. Dieser wird dann unter allen Autoren, deren Bücher über die Leihbücherei ausgeliehen wurden, verteilt. Wer mehr verleiht, verdient also zusätzlich.

Amazon Video Direct: Start im Juni 2016

Starten soll das Ganze im Juni 2016 und nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Japan verfügbar sein. Eine Anmeldung ist möglich über diesen Link:

https://videodirect.amazon.com/home/landing

Registrierungen scheinen allerdings vorerst nur mit einen Wohnsitz in den USA zu funktionieren.

Muss sich YouTube fürchten? Gut möglich, denn Amazon macht hier nicht nur einfach eine Konkurrenzplattform auf, sondern hat auch mit Tablets, Fire-Sticks und Fire-TV die passende Hardware dazu bereits großflächig und zu günstigen Konditionen rund um den Globus verteilt. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen das auf YouTube und deutsche YouTuber hat.