Was ist eigentlich ein Raspberry Pi?

Das ist eine gute Frage. Ein Raspberry Pi ist keine Beere oder anderweitige Frucht, sondern ein kleiner Computer, der trotz der relativ geringen Rechenleistung jede Menge coole Sachen machen kann. Frage beantwortet? Ok, aber hier gibt es noch ein paar weitere Informationen.

Zum Zeitpunkt des Niederschreibens dieser Zeilen ist der Raspberry Pi bei Version 3 angelangt. Im Gegensatz zur ersten Version ist die Rechenleistung gewachsen und die Anschlusmöglichkeiten vielfältiger geworden.
Verfügte die erste Version als Außenverbindung noch über einen USB-Anschluss, sind es bei Version 3 davon mittlerweile 4 USB-Ports. Auch hinzugekommen ist eine Ethernet-Schnittstelle (Netzwerk, LAN), ein integriertes WLAN und Bluetooth. Der Prozessor hat 4 Kerne, die mit 1,2 Ghz Takt laufen, der von 1 Gigabyte RAM unterstützt wird.
Ebenfalls im Prozessor integriert ist ein Videodekoder, der dem Raspi Medienwiedergabe auf dem TV ermöglicht.
Besonders interessant ist die GPIO-Schnittstelle. Diese ermöglicht das Ansteuerung und Programmierung von externen Geräten.

Raspberry Pi: Die nackte Platine 3

Der Raspberry ist günstig. Billig beschreibt das eigentlich auch sehr gut, das Wort ist aber nicht besonders trefflich. Für ca. 35,00 – 40,00 Euro ist der Raspberry Pi bereits erhältlich.
Grundgedanke der Raspberry Pi Foundation für den kleinen Rechner war der Einsatz als Lehrmittel an Schulen. Damit Schüler den Spaß an Elektronik und Programmierung entdecken, ohne die Möglichkeiten einer Klicki-Bunti-Oberfläche zu haben, die einem das Denken abnimmt. Also quasi vom Start an lernen, wie und warum so ein Computer eigentlich funktioniert.

Doch die Raspberry Pi Foundation hatte nicht die Bastlerszene und Nerds auf dem Zettel. Die haben sich nämlich nach genau so einem Gerät (und zu dem günstigen Preis) geradezu die Finger geleckt.

Aber: für diesen Preis erhält man eben nur den nackten Computer. Es fehlen noch Netzteil, Maus, HDMI-Kabel, Tastatur und eine Micro-SD-Karte. Darum kann es sich lohnen, direkt ein Starter-Kit zu kaufen, bei dem zumindest schon mal das Netzteil und (im Idealfall bereits bespielte) Micro-SD-Karte enthalten sind. Hier ist es übrigens ein Leichtes, in eine Art Kaufrausch zu verfallen – der Markt an erhältlichem Zubehör ist riesig und verlockt munter zur Geldausgabe.
Mein Tipp: Erstmal klein anfangen und einarbeiten.

Linux Raspbian: Erste Schritte mit dem Raspberry Pi

Wer sich heute also einen Raspberry zulegen möchte, sollte auf jeden Fall zur aktuellsten Version greifen. Diese sind bislang mit Version 3 vollständig abwärtskompatibel, auch wenn die Hardware durch diese Abwärtskompatbilität schon etwas Ihrer Möglichkeiten beraubt wird.
Ohne Betriebssystem läuft aber auch beim Raspberry gar nichts. Dazu wird von der Raspberry Pi Foundation das Linux „Raspbian“ zur Verfügung gestellt. Der erste Schritt ist also, dieses Linux von der Webseite der Foundation herunter zu laden, auf der SD-Karte zu installieren und dann den Raspberry in Betrieb zu nehmen. Erklärt wird das hier.

Seinen eigentlichen Einsatzzweck als Lehrmittel mööchte der Raspi natürlich behalten. Darum sind bei der Raspbian-Distribution jede Menge Tools dabei, die den Programmiereinstieg erleichtern und veranschaulichen.
Und die sind nicht nur für Kinder geeignet. Wer in diese Hinsicht völlig unbeleckt ist, wird sich über den leichten Einstieg freuen.

Leg einfach los und lern was

Du hast jetzt einen kleinen Einblick in die Welt des Raspberry Pi bekommen. Wofür Du den Raspberry Pi verwenden möchtest, liegt ganz bei Dir. Die Möglichkeiten sind ziemlich unbegrenzt und reichen von der Retro-Spielkonsole bis zur Hausautomatisierung.

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